tient zu atient Blutegel

Blutegel-Therapie

Die medizinische Behandlung mit Blutegeln wurde bereits im alten Ägypten durchgeführt, es ist also ein sehr altes und bewährtes Naturheilverfahren. In heutiger Zeit konnten viele Wirkmechanismen der Speichelinhaltsstoffe des Blutegels aufgeklärt werden; das rückt diese Behandlungsform wieder ins Licht.

Früher erklärte man die Wirksamkeit der Blutegelbehandlung mit dem Blutentzug, ähnlich einem Aderlass. Aufgrund neuester Erkenntnisse kommt die heilende Wirkung aber nachweislich durch die Wirkstoffe, welche der Blutegel beim Saugen abgibt.

Aus diesem Grund sind Blutegel als Fertigarznei eingestuft und unterliegen den gleichen Qualitätsanforderungen wie andere zulassungspflichtige Arzneimittel.

Voraussetzung für eine Blutegeltherapie ist eine Voruntersuchung, die Kontrolle des kleinen Blutbildes und die Aufklärung über diese Therapie.

Die Blutegeltherapie ist indiziert bei Krankheitsbildern, die mit Durchblutungsstörungen und / oder Entzündungen einhergehen, z.B.:

  • Verschleiserscheinungen der Gelenke (Arthrose)
  • Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen (Tennisellenbogen)
  • Überlastungserkrankung der Kniescheibe (Patellarspitzensyndrom)
  • Gürtelrose (Herpes zoster)
  • akute Gicht
  • Mittelohrentzündung (Otitis media)
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Venenentzündung (Phlebitis/Tromophlebitis)
  • Krampfadern (Varikosis)

Die Wirkung der Blutegelbehandlung kann sehr oft ûnmittelbar im Anschluss an die Behandlung auftreten, und oft monatelang anhalten. Die Wirkungsdauer variiert von Patient zu Patient.